Der Weg in die Selbstständigkeit

Jeder Arzt macht sich irgendwann im Laufe seines Lebens konkrete Gedanken darüber, ob er weiterhin als Klinikarzt angestellt sein oder eine eigene Praxis gründen möchte. Dies ist eine schwerwiegende Entscheidung und nicht einfach. Hauptsächlich aus zwei Gründen entscheidet sich die überwiegende Mehrheit der Ärzte dafür, eine bereits bestehende Praxis zu übernehmen: Man hat wesentlich mehr Planungssicherheit. Die Zahlen und Ergebnisse des Vorgängers liegen vor und gestatten eine verlässliche Prognose. Das reduziert die eigenen Ängste vor dem Schritt in die Selbständigkeit – mit allen damit verbundenen Risiken.

Will man an der Versorgung von gesetzlich versicherten Patienten teilnehmen und diese Leistungen auch abrechnen benötigt man eine Zulassung. Sehr viele Gebiete und Fachrichtungen sind zulassungsbeschränkt. Nur die Übernahme einer Praxis mit Zulassung öffnet einem die Tür.

Eine Praxisübernahme ist für den Käufer und Verkäufer ein großes Unterfangen und es können ungeahnte Probleme auftauchen. Diese können schon bei der finanziellen Seite beginnen. Unachtsamkeit beim Übernahmevorgang kann bedeutende negative wirtschaftliche und finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen. Da vieles berücksichtigt und auch vieles entschieden werden muss, kommt man an einer rechtzeitigen und gewissenhaften Planung nicht vorbei. Nachfolgend möchten wir Ärzte, die mit dem Gedanken spielen, eine Praxis zu übernehmen, über den ungefähren Ablauf einer Praxisübernahme informieren. Die folgenden Beiträge liefern einen groben Abriss, können aber auf keinen Fall die Beratung durch einen erfahrenen Wirtschaftsberater, Rechtsanwalt oder Steuerberater ersetzen. Eine gute Planung ist schon die halbe Miete!

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